Förderkonzept

Schwache fördern – Starke fordern!

Unser Motto:

„Nicht für alle das Gleiche, sondern für jeden das Beste!“

Die Förderung von Schüler/innen ist ein grundsätzlicher pädagogischer Auftrag der Schule und elementares Prinzip jedes Unterrichts. Förderung meint einerseits bestmögliche Entwicklung des individuellen Leistungspotenzials, aber auch Abhilfe bei Lernversagen und das Verhindern negativer Beurteilung. Fördern bezieht sich aber auch auf die Entwicklung und Entfaltung der kindlichen Gesamtpersönlichkeit.

Förderung stellt ein Qualitätselement von Schule dar.

In unserer Volksschule erfolgt Förderung

a) durch Differenzierung und Individualisierung im Unterricht:
In der Volksschule sind heterogene Gruppen die Norm:
Es ist das Ziel modernen Unterrichts, individuelle Lernvoraussetzungen zu berücksichtigen, Schwache zu fördern und Starke zu fordern. Pädagnostische SchülerInnenbeobachtung und regelmäßige Evaluierung (Salzburger Lesescreening, Eggenberger Rechentest, Überprüfungen im Rahmen der Implementierung der Bildungsstandards) sind Voraussetzung der Gestaltung individualisierter Lernangebote.

Integration ist Menschenrecht:

Kinder mit besonderen Bedürfnissen sollen in die Gruppe Gleichaltriger integriert werden und sonderpädagogische Förderung in der Kleingruppe und im Stützunterricht erfahren: Erarbeitung individueller Förderpläne, regelmäßige Teambesprechungen, Beiziehen von Fachleuten, Kontakt mit außerschulischen Einrichtungen, vermehrte Elterngespräche, Helferkonferenzen

b) durch gezielten Förderunterricht – explizite Förderstunden:

  • Förderstunden zur Stützung und zur Prävention von Schulversagen
  • in flexiblen Kleingruppen, am Kind orientiert
  • in Kooperation mit den Eltern, im Sinne des Frühwarnsystems
  • Sprachheilunterricht
  • Sprachförderung für Kinder mit nichtdeutscher  Muttersprache
  • Interessens- und Begabtenförderung: Schülerzeitung, kreatives Schreiben, kreatives Gestalten, Forschen und Experimentieren

c) durch den Aufbau wichtiger Kompetenzen als Unterrichtsprinzip:

Das Entwickeln von Einstellungen und Werthaltungen, die erfolgreiches Lernen und den Aufbau einer gesunden Persönlichkeit ermöglichen und unterstützen, ist ein grundsätzlicher Auftrag an die tägliche Arbeit der Klassenlehrerinnen:

Sach- und Methodenkompetenz – „learning to know, learning to do“:

  • Informationen beschaffen, vorhandene Quellen nutzen – Nachschlagwerke, Sachbücher, moderne Medien
  • Wesentliches eines Sachtextes erfassen: Gliedern, Markieren, Strukturieren
  • Wissen effektiv einprägen, vernetzen und behalten – durch Training, Übung und Wiederholung
  • Lernergebnisse präsentieren und zusammenfassen
  • Seinen Lerntyp kennen lernen, Lerntechniken anwenden

Sozialkompetenz – „learning to live together“:

  • Verhaltensvereinbarungen erarbeiten, verstehen und einhalten
  • Teamfähigkeit – niemanden ausgrenzen, Rücksicht nehmen, eigene Meinungen mit Argumenten begründen, Hilfe anbieten und annehmen können
  • Konfliktfähigkeit – gewaltfreie Kommunikation und Konfliktlösung, sachliche Kritik üben und auch annehmen lernen

 

Selbstkompetenz – „learning to be“:

  • Aus eigenem Antrieb Aufgaben übernehmen, sich aktiv einbringen
  • Forschergeist und Neugierde entfalten
  • Selbsteinschätzung entwickeln: Eigene Schwächen und Stärken erkennen, Fortschritte und Erfolge wahrnehmen, selbstkritisch sein
  • Mit Misserfolgen umgehen können – Aufbau von Frustrationstoleranz

Lernmotivation und Lernwille sind die entscheidenden Voraussetzungen für lebenslanges Lernen und wesentliche Bestandteile einer erfolgreichen persönlichen Lerngeschichte. Mehr denn je ist die Entwicklung dieser Eigenschaften notwendiger Auftrag der Gesellschaft an die Schule.

Team der Volksschule St.Andrä-Wördern, November 2010